Betriebsbesichtigung DMG Mori 2017

Zur Vorbereitung auf die Fahrt nach Pfronten zu dem Werkzeugmaschinenhersteller bekamen wir im Hause mayr® als erstes eine einstündige Produktschulung durch Herrn Dr. Biechele über die Komponenten (sprich unsere Produkte von der Firma mayr®), welche in den Werkzeugmaschinen von Deckel Maho eingebaut werden. Es handelt sich hierbei um die Wellenkupplung ROBA®-ES (Verbindung von Antrieb und Kugelgewindespindel der Vertikalachsen) und die beiden Bremsen ROBA®-topstop (zur Absicherung der Vertikalachsen) und ROBA®-diskstop (Montagedrehteller sowie Bearbeitungstische in Maschinen), welche im Vergleich zu früher heute überwiegend als Haltebremse eingesetzt werden und nicht als Arbeitsbremse. Die Hauptaufgabe einer Wellenkupplung ist hierbei, die Verbindung zweier Wellen herzustellen und Wellenversatz auszugleichen, wohingegen die Bremsen für die Sicherheit dienen, da ohne Strom gebremst wird.

Nach dieser informativen Produktschulung fuhren dann die Azubis aller Lehrjahre und aller Ausbildungsrichtungen mit den jeweiligen Ausbildern am Donnerstag, den 02.11.17 nach Pfronten, um mehr über die Firma DMG Mori und die Fräsmaschinen, welche in diesem Werk hergestellt werden, zu erfahren. Nach einer knapp einstündigen Busfahrt kamen wir in Pfronten an und gingen voller Wissbegierde in das Gebäude der Firma hinein. Aus Datenschutzgründen mussten wir dort unsere Mobiltelefone am Empfang abgeben (einige von uns konnten sich nur schwer von ihrem Smartphone trennen). Jegliche Gegenwehr brachte nichts, denn das ist bei Schüler- und Azubiführungen in diesem Unternehmen so üblich. Nachdem wir von dem Personal unsere Besuchervisitenkarten bekommen hatten ging es auf direktem Wege in einen Schulungsraum, wo uns die Firma mit einem interessanten Vortrag vorgestellt wurde.

DMG Mori ist eine Verbindung aus Deckel Maho, Gildemeister und Mori Seiki. Die internationale Firma produziert Werkzeugmaschinen für die Bearbeitung und Fertigung von Werkstücken und erzielt einen Umsatz von 600 Millionen Euro pro Jahr. Der Konzern verfügt über 1200 Mitarbeiter nur in Pfronten, davon ca. 100 Azubis und ca. 12000 Mitarbeiter mit allen Standorten zusammen. Im Moment fertigt DMG Mori ca. 1200 Maschinen pro Jahr (mit Ziel 1500 Maschinen). DMG Mori verfügt über 157 internationale Vertriebs- und Servicestandorte auf der ganzen Welt sowie 14 Produktionswerke in Amerika, Europa und Asien. Des Weiteren erfuhren wir viel über die Geschichte des Unternehmens, die verschiedenen Branchen die mit Werkzeugmaschinen von DMG Mori beliefert werden sowie die verschiedenen Fräsmaschinentypen, welche im Werk gefertigt und montiert werden.
Nach diesem sehr informativen Vortrag teilte man unsere große Gruppe durch fünf und wir erhielten in diesen fünf Gruppen eine Betriebsbesichtigung von ca. 1 1/2 Stunden Länge. Hierbei konnten wir die verschiedenen Montageschritte und-abteilungen hautnah sehen und miterleben.

Fräsmaschinen mit einem Verfahrweg von unter einem Meter und Maschinen mit einem Verfahrweg von bis zu sechs Metern durften wir besichtigen und wurden uns fachlich genau erklärt. Diese gewaltigen Maschinen werden wegen ihrer Größe und wegen ihres Gewichts in einer eigenen XXL-Halle mit eigenem Fundament montiert. Auch die Lehrwerkstatt des Betriebs durften wir uns ansehen.

Nach den Führungen trafen sich alle wieder in dem großen Schulungsraum um Fragen, welche auf der Führung noch nicht beantwortet wurden, aufzugreifen und zu beantworten. Nach dieser Abschlussrunde verabschiedeten wir uns und verließen das Gebäude (mit unseren Smartphones) wieder. Nach einem Abschlussfoto mit allen Beteiligten der Exkursion traten wir den einstündigen Heimweg an und trafen um die Mittagszeit wieder in Mauerstetten ein.

Zum Abschluss des informativen Tages gab es noch ein gemeinsames Mittagessen im Sonnenhof. Nach dem Essen gab es noch eine Abschlussabfrage über die Produktschulung und die Exkursion mit 21 zu erreichenden Punkten. Hierbei wurde auch kurz das Thema von der Exkursion von letztem Jahr zur Münchener Staatsoper angesprochen, die Rede ist von einem zweiten unabhängigen Bremssystem, dem redundanten System, welches doppelt absichert. Abschließend kann man sagen, dass der Ausflug zu DMG Mori sehr informativ und interessant war und ich mich im Namen meiner Arbeitskollegen bedanke, dass wir diese Exkursion gemacht haben.

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