Bierkistenrennen der Aktienbrauerei Kaufbeuren
Anlässlich ihres 700-jährigen Jubiläums rief die Aktienbrauerei Kaufbeuren zur Teilnahmen an ihrem ersten Bierkistenrennen auf. Wir Azubis hörten davon, folgten diesem Ruf und meldeten zwei Teams für Mayr Antriebstechnik.
Nach unserer Anmeldung kam auch schon bald die Bestätigung und das Reglement. Das Reglement beinhaltet, dass eine maximale Bodenfreiheit von 5 cm zulässig ist, der Auspuff und der Luftfilter 3 cm herausstehen dürfen und dass außerhalb der Kiste nur die Fußrasten, der Tank, der Sitz und das Lenkrad sein dürfen. Der Rest des Motors muss innerhalb der Bierkiste sein.
Motorenvorgabe war: Was rein passt, darf rein!
Gesagt, getan. Das Mayr-Team 1 verbaute in ihre Kiste zwei Elektromotoren der Fa. Mayr und das Mayr-Team 2 einen 90 cm Verbrennungsmotor aus einem Minibike, welchen Mark Dochow zur Verfügung stellte.
Nun standen wir vor der Herausforderung, die Motoren so in der Bierkiste unterzubringen, dass wir dem Reglement entsprachen. Während der Planung gab es leider immer wieder Rückschläge. So mussten beide Teams viel an ihrer Lenkung experimentieren, damit sie bei der geringen Breite auch gut zu lenken ist. Auch galt es, die Leistung auf die Straße zu bringen. Nach einer langen Zeit der Planung und des Baus hatten dann beide Teams eine fertige Bierkiste, mit der man Probefahren konnte. Jetzt ging es daran, die Fehler in der Konstruktion bei den Fahrten herauszufinden und vor dem Rennen zu beheben. Die Probefahrten erfreuten sich immer großer Zuschauerzahlen, da die Kiste von Team 2 nicht gerade leise war.
Der Bayerische Rundfunk wurde auf uns Aufmerksam und hat uns dazu eingeladen ein Training zu veranstalten, bei dem wir gefilmt wurden.
Jetzt war es so weit, der große Tag war da.
Am Renntag trafen sich die beiden Teams von Mayr Antriebstechnik schon um 10 Uhr in der Früh. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen und die Fahrer Matthias Reiser und Heribert Rauh legten noch ein paar Trainingsrunden ein.
Um 12 Uhr ging es dann los mit den ersten Läufen. Es starteten pro Gruppe 5 Fahrer von denen aber nur die ersten beiden das Halbfinale erreichen konnten. Unsere beiden Teams hatten leider keinen guten Start und belegten in ihrer Gruppe den 3. und 4.Platz. Aber es gab noch eine Chance für unsere Teams im Hoffnungslauf.
Im zweiten Lauf fuhren dann die beiden Sieger aus jeder Gruppe die Finalteilnahme aus. Dieses Rennen fand daher leider ohne unsere Teams statt.
Gegen 15 Uhr stand dann der Hoffnungslauf auf dem Plan. In diesem fuhren alle bisher ausgeschiedenen Teams noch einmal um die Finalteilnahme. Dieses Rennen entwickelte sich zu dem spannendsten des Renntages, da nicht wie üblich fünf Teams starteten, sondern 16 auf einmal. Bei einem dichten Rennfeld konnten beide Mayr Teams nach und nach Plätze gut machen und überstanden auch einige Runden. Nachdem das Mayr Team 1 mit der Elektrokiste ausschied, waren nur noch fünf Fahrer übrig. Darunter war auch unser Mayr Team 2. Letztendlich reichte es im Hoffnungslauf dann nur für Platz 4, wegen zu hohem Verschleiß unserer Reifen.
Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder ein Rennen gibt, an dem wir dann hoffentlich mit mehr Erfolg teilnehmen werden.
